Das Google-Manifest


#63

Da stimme ich dir zu, die Frage ist, wie auf die 1. zwei Stufen reagiert wird/wurde.

Und ich habe mir auch nochmal die Definition durchgelesen. Ich bin bei sexual harrassement tatsächlich auch in Richtung “gender” gegangen, aber das war wohl falsch. Insofern ist das obige Beispiel sicherlich keine “sh”. Sondern einfach normale Diskriminierung


#65

“There is some language in the book that makes people uncomfortable"

Ooooh, da fühlte sich irgendjemand aufgrund irgendeiner Sprache irgendwie ein bißchen unwohl!? Oh jeeeh… Am besten wäre es wohl, wenn man das Buch verbrennen würde. Vorher vielleicht noch an ein Kreuz nageln.

(Wer die Parallelen zum zuletzt in diesem Thread besprochenen Thema nicht erkennt, ist eine begriffsstutzige… https://www.google.com/maps/place/65°24’10.6"N+64°42’01.9"E/@65.402868,64.6917507,14z )

(Sorry, aber da muss man einfach ein bißchen unsachlich werden *kopfschüttel* - “Wenn die Leute einem zuhören sollen, reicht es nicht, ihnen einfach auf die Schulter zu tippen. Man muß sie mit einem Vorschlaghammer treffen. Erst dann können Sie sich ihrer Aufmerksamkeit gewiß sein.” )


#66

Als nächstes verbieten sie das Buch “To Mock a Mockingbird”, da ist Logik drin, und das können diese Menschen am wenigsten ab…


#67

Die Zukunft der Arbeitswelt:


#68

Worum geht es hier eigentlich noch mal im Thread? Geht es um Gleichberechtigung, um Safe Zones, um Sexismus oder einfach alles zusammen und umrühren?

Das “Problem” hatte das Buch schon an einigen Schulen und Universitäten(!) in US, ich glaube über das Thema kann man sich im Monatsrhythmus aufregen. Und natürlich zurecht.


#69

@inv_zim Ja, das ist schwer konkret zu benennen. Ursprünglich ging es um das Google-Manifest und die aufs absurdeste Mißverstandene Idee von “Gleichberechtigung” und den Regeln, Vorschriften und Prozeduren mit denen die forciert wird, und den allgemeinen (wichtigen, aber zugegeben recht unspezifischen) Unterpunkt “Frauen in der IT”. Die Stackoverflow-Frage hat auf erschütternde Art gezeigt, was passiert, wenn irgendwelche mewling quims die Instrumente (d.h. treffender wohl eher Waffen), die etabliert wurden, um diese (im Kern ja nicht zur Debatte stehenden) Ziele zu erreichen für ihre Pseudo(!!!)-Feministische Indoktrination instrumentalisieren.

(Manchmal habe ich den Eindruck, dass versucht wird, “Rache zu üben”, dafür, dass Frauen lange unterdrückt wurden. Nur ein Eindruck. Drängt sich halt auf, aber muss nicht allgemein zutreffen)

EDIT: Ja, das letzte war dann ein kleiner “Heads Up” auf das, was passiert, wenn diese “Wir sind alle ganz lieb zueinander”-Mentalität ausufert - das tut sie eben in verschiedenen Bereichen, mit immer haarsträubenderen Auswirkungen, und gegenüber verschiedenen “Minderheiten”.

Naja, zumindest gehöre ich auch zu einer Minderheit, im Sinne dieses “Welches passt nicht dazu?”-Puzzles…

oddOneOut


#70

5 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Welche Figur passt nicht dazu?


#71

Ich muss endlich aufhören mir diese Scheiße durchzulesen.


#72

Ach, laechle doch einfach mal… :wink:

Mal im ernst, ich finde den Thread bei SO ein schoenes Beispiel, wie man etwas, das IMHO zu 100% falsch ist, dadurch schoen reden will, indem man zu als “uebersensibel” abstempelt und vom groesseren Problem abzulenken:
Oeffentlich Punkte fuers Aussehen von Frauen vergeben

Das wuerde im Arbeitsleben hoffentlich schnell zu einem Gespraech mir den Personalern fuehren.
Persoenlich habe ich da gar keine Toleranz fuer.
Andere auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen ist richtig, da braucht man auch gar nicht schnell mit “Stell dich mal nicht so an” abwinken, vor allem wenn man selber nicht betroffen ist.
Was als Belaestigung (gleich welcher Art) empfunden wird obliegt nunmal den Betroffenen, um das zu verstehen muss man erstmal zuhoeren.

Man vergisst immer wieder gerne (oder man weiss es einfach nicht, bin halt alt) das bis 1977 in D der Ehemann das Recht hatte, seiner Ehefrau die Arbeit zu untersagen, sogar soweit, dass er selber das Arbeitverhaeltnis der Frau kuendigen konnte.

Das ist heute anders, aber um das zu veraendern brauchte es eben auch Frauen die laut sagten was ihnen nicht passt und dafuer eintreten das zu veraendern. Das da immer wieder mal etwas ueber die Straenge geschlagen wird ist nicht ungewoehnlich, aber im Kern ist da etwas das eben nicht stimmt.

Warum gibt es so wenig Frauen in der IT?
Ich glaube das Maerchen von der Eignung nicht eine Sekunde (“Maedchen spielen lieber mit Barbie, Jungs mit Lego”).


#73

Da suchst du dir aber auch echt Perlen raus. Hier in der Diskussion HuffPost aufzuführen ist so ähnlich, als würde man in einer Diskussion über Tierschutz Peta zitieren. Wobei sich Peta wenigstens nicht durch Clickbait finanziert.


#74

Marco13, dein Frustlevel steigt/ du baust (nicht transienten) Frust auf. Das ist nicht gut - aber zum Glück kann der auch wieder abgebaut werden. Es bringt wahrscheinlich nicht viel, sich darüber zu ärgern. Das Gesellschafts-, Rollen- und Frauenbild hat sich komplett geändert. Das zurückzudrehen, gegen Windmühlen zu kämpfen, “vergeblich gegen Zustände ankämpfen, die sich nicht ändern lassen”, sich gegen Institutionen und/oder Privatpersonen zu wehren, ist nicht möglich. - Das soll aber auch nicht in “Nihilismus” (Ablehnung der allen Zielen) ufern. :wink: :hugs:


Vielleicht schrieben russische Trolle den Beitrag. :neutral_face:


#75

Es geht NICHT darum, irgendwas “zurückzudrehen” auf den Stand von 1977!!!

@maki Mir ist klar, dass an dieser etwas vereinfachten Darstellung ein wahrer Kern ist: Wenn man ein Ziel erreichen will, muss man etwas anstreben, was über dieses Ziel hinausgeht, da man (gerade in Politik und gesellschaftlichen Fragen) immer Kompromisse eingehen muss, und dabei das Ziel praktisch zwangsläufig abgeschwächt wird.

In bezug auf deinen abschließenden Satz würde ich nochmal auf https://www.youtube.com/watch?v=n691pLhQBkw verweisen. Und wie schon mehrfach angedeutet könnte man mich sogar als Feministen bezeichnen, in dem Sinne, wie Steven Pinker es dort auch für sich in Anspruch nimmt: Nur in dem Sinne, wie es ursprünglich mal gedacht war! Frauen sollten gefälligst machen können, was sie wollen: Kochen, Waschen und Putzen :clown_face: Wenn sie das wollen. Und Wählen. Wenn sie das wollen. Und Informatik studieren oder als KanalreinigerInnen arbeiten. Wenn sie das wollen. Und Typen sagen, dass sie “einen geilen Arsch” haben. Wenn sie das wollen.

Wenn es darum geht, irgendwas “zurückzudrehen”, dann nur an den Punkten, an denen man gnadenlos über jegliche vernünftigen Ziele hinausgeschossen ist, und im gesellschaftlichen Diskurs diese Ziele eben nicht auf eine sinnvolle Form abgeschwächt wurden. Das bezieht sich jetzt (nicht ausschließlich, aber explizit auch) auf die Frage, ob Aussagen wie “Du bist hübsch” oder “Lächle doch mal” aus unzumutbarer, erniedrigend-feindseliger sexueller Angriff aufzufassen sind (ähhh… nein?!?), als auch auf andere Bereiche, in denen Leute über das Ziel, “Ein Guter Mensch®” zu sein, so weit hinausschießen, dass die Grenze zum Faschimus zumindest angekratzt wird, und Verhaltensvorschriften etabliert werden, nach denen praktisch jede Aussage, die man überhaupt machen kann als “hate speech”, “rassismus” oder “sexueller Angriff” ausgelegt werden kann.

Ich würde z.B. nie kontextfrei und in ihrer Anwesenheit irgendwelche wohlwollenden oder gar abwertenden Aussagen über das Aussehen einer Kollegin machen, oder eine andere als besser aussehend bezeichnen. (Zum Glück besteht da gar keine Gefahr. Ich bin schließlich Informatiker, und in der Informatik gibt es ja keine Frauen. *“pfuh” sagt und sich erleichtert den Schweiß von der Stirn wischt* :clown_face: ). Als jemand, der - soweit man das selbst objektiv beurteilen kann - ziemlich scheiße aussieht, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das - auch wenn es nicht “böse” gemeint ist - sehr unangenehm sein kann.

Bestimmte Verhaltensformen haben auch einfach mit Begriffen zu tun, die ich wegen ihrer schwammig-willkürlich-subjektiven Natur nur ungern verwende, aber wohl in das diffuse Spektrum von Respekt, Benehmen, Zurückhaltung und Anstand fallen. Und dabei ist egal, ob es um die Interaktion zwischen Männern und Männern, Frauen und Frauen, Männern und Frauen, oder etwa Schwarzen und Weißen geht.

In der obigen Aufzählung von Begriffen wollte ich eben noch Höflichkeit einfügen. Darunter könnte man etwa verstehen, dass man, wenn man durch eine Tür geht, diese nicht demjenigen, der hinter einem läuft, vor der Nase zufallen läßt, sondern sie eben kurz aufhält. Aber ich habe den Begriff weggelassen. Nach allem, was ich in letzter Zeit so gelesen habe, muss man davon ausgehen, dass einer Frau die Tür aufzuhalten sexistisch wäre.

Bei einem Mann vielleicht auch - aber nur, wenn man schwul ist. Oder? Ach, das muss man wohl nicht verstehen. :roll_eyes: