Gehalt Informatiker

Mich hatten letztes Jahr im Dezember ein paar Headhunter aus der Schweiz angeschrieben. Habe dann auch ein paar Gespräche geführt und mir wurde 130k€ pro Jahr angeboten. Ich wäre sogar hingegangen, aber Family wollte nicht… sodass ich hier in MD erst einmal bleibe.

Ziemlich reißerisch: https://www.spiegel.de/karriere/arbeitsbelastung-wer-viel-arbeitet-stirbt-frueher-a-1275618.html

Ich bekomme Anfragen, aber keine fuer Angebote in der Schweiz, lebe in Australien, wenn ich anfragen fuer Jobs in D bekomme weiss ich gleich dass der HH mein LinkedIn Profil nicht gelesen hat, sagt IMHO viel aus ueber die Qualitaet der HH.

Hast du ihm gesagt dass du das Angebot sehr interessant findest?
Artikel hervorkramen ist billiger als das Gehalt zu erhoehen :wink:

Wer sagt denn, dass das die einzige Reaktion darauf war? :wink:

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Bevor mir wieder Märchen vorgeworfen werden: https://www.nzz.ch/wirtschaft/eigenheime-sind-fuer-den-mittelstand-vielerorts-unerschwinglich-geworden-ld.1491654, das wäre Realität.

Bezüglich des Durchschnittseinkommen lag ich natürlich auch nicht daneben, d. h., dieses ist wesentlich höher (zumindest wenn wir nicht von Reallöhnen sprechen…). Diese fallen ja seit geraumer Zeit, dadurch dass Sparen keinen Effekt mehr hat und alle Preise steigen, allerorts in den Keller.

Du weißt, das Österreich und die Schweiz unterschiedliche Länder sind?

Ja schon, aber rein wirtschaftlich gesehen sind die Unterschiede schon marginal.

Edit:
Und Landei fragte doch nach Angeboten aus beiden “Provinzen” - oder irre ich mich?

Abgesehen davon, dass in der Schweiz das Durchschnittseinkommen knapp doppelt so hoch ist ^^

Siehs ein, Österreich ist deutlich näher an D als an der Schweiz.

Du irrst dich.

Das ist quatsch, da du deine Behauptung mit einer Anekdote untermauern wolltest, liegt die Vermutung nahe dass du dir das ausgedacht hast.

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Ich hab mir das nicht ausgedacht, es ist nur nicht die exakt selbe, aber eine vergleichbare Berufsgruppe. Zeitungsredakteur.

Nun soll man nicht von Einzelfällen auf den Durchschnitt schließen, allerdings finde ich das in diesem Fall “legitim”.

Und die Lebenshaltungskosten (p.P.) sind nunmal für fast alle dieselben, denke ich…

Weil es mich interessiert hat, hab ich mal geschaut. Ich denke eine gute Statistik für den Vergleich wäre die Sparquote, also das was man nach dem Abzug der Lebenshaltungskosten zur Seite legen kann (gemessen am Bruttolohn). Leider gibt es nur Daten bis 2016 von Deutschland, Österreich und der Schweiz:

DE: 17,17 %
AT: 13,24 %
CH: 22,85 %

Quelle

Ich glaub eher nicht, dass Österreich mit der Schweiz vergleichbar ist.

Nunja, sind die Löhne hoch, steigt die Sparquote, und umgekehrt. Zudem spielen die Lebenshaltungskosten mit rein. Sind diese hoch, verringert sich die Sparquote, und umgekehrt. Also sagen diese Werte nich so viel aus. Die fragile Kaufmoral wäre natürlich auch noch ein Faktor.

Wie seht ihr eigentlich andere Faktoren außer dem Monitären? Angefangen mit Sachen wie “Obst und Getränke im Büro” über vernünftige Hardware und interessante Tätigkeiten, bis zu Paragraphen im Arbeitsvertrag wie “Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten”. Mir sind solche Sachen wichtiger, als eine überdurchschnittliche Bezahlung.

  • klare Ziele, Mut und Pragmatismus
  • offene Kommunikation, Transparenz
  • Einbeziehen der Mitarbeiter in Entscheidungen
  • Vertrauen in Mitarbeiter, kein Mikromanagement
  • Konsequenz, toxische Personen und Versager aus der Organisation zu entfernen
  • Entgegenkommen bei persönlichen Problemen
  • Keine Verschwendungssucht, aber auch kein Geiz

Ja, wir haben auch Obstschalen und einen Kickertisch, aber es gibt viel Wichtigeres.

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Ich bin da sehr monetär unterwegs. Obst kann ich mir mit nem 1000er mehr im Monat selber kaufen.

Aber es gibt natürlich Faktoren, die ich schätze. Landei ist da schön reingesprungen, kann ich so bestätigen.

Ja, das erinnert mich an die “We have great benefits”-Listen bei den Stackoverflow-Job-Ads: Kühlschrank, Kickertisch, künstliche Zimmerpflanzen, freie Wochenenden :roll_eyes:

Die aufgelisteten Punke … *kurz mit der Hand im Kreis wedelt* jaja … es gibt auch vieles, was ich auch wichtiger fände als ein paar € hin oder her, aber das klingt ein bißchen … (ohje, da fehlt mir jetzt das diplomatische Wort…). Um etwas sarkastisch die Punkte unterzubringen, die mir fehlen: Wenn das alles erfüllt wäre, und du an einem 486DX66 mit Windows 95 deinen COBOL-Code in VisualSourceSafe einchecken würdest, wäre das doch sicher nicht das richtige.

(Was sind denn “toxische Personen”? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich von vielen als solche gesehen werde. Aber das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass ich viel kritisiere, und diejenigen, die viel machen, was kritisierenswert ist, mögen das nicht… und das ist dann der Punkt, wo die Frage aufgeworfen wird, unter welchen Bedingungen es gerechtfertigt ist, jemanden als “Versager” zu bezeichnen…)

Das Gehalt muss natürlich stimmen, ist bei mir derzeit aber eher zweitrangig.

Landei hat die Punkte schon ganz gut aufgezählt, man lernt dieses aber erst zu schätzen wenn einiges davon im aktuellen Unternehmen nicht so gut läuft und man dann zusätzlich das Gefühl vermittelt bekommt das sich daran auch nichts ändert.


Toxische Personen sind für mich leute die ständig nur rumnörgeln wie schlecht alles ist, das aber nicht bei den passenden Adressaten tun und auch keine Abitionen zeigen an diesen “schlechten” Dingen etwas zu ändern. So wird ständig die Laune und letzlich auch die Motivation aller Kollegen runtergezogen.

Kritisieren ist gut, so hat man die Chance das sich Dinge bessern. Aber Kritik muss passenden formuliert an die richtige Person gerichtet sein.

Das Problem mit toxischen Personen ist nicht, dass sie kritisieren (höchstens wie). Es kann sein, dass jemand aus fachlicher Sicht absolut Spitze ist, aber dessen Umgang mit Kollegen völlig inakzeptabel ist, und das Betriebsklima vergiften, wie es z.B. Mobber, Soziopathen oder Narzissten tun. Wir haben sehr unterschiedliche Charaktere in der Firma, auch “schwierige”, kritische, aufbrausende oder empfindliche, aber niemanden, der dem Betriebsklima schadet.

“Versager” ist ein hartes Wort, aber wenn trotz Einarbeitungszeit und Hilfestellung keine Leistung kommt, sich derjenige also auf Kosten des Teams ausruht, finde ich die Bezeichnung angemessen. Beispiel: Im Mai hat bei uns ein Frontendentwickler gekündigt, der seit Anfang des Jahres ganze vier Tickets bearbeitet hatte, während seine Kollegen Dutzende, manche über hundert erledigt hatten.

“toxische Personen” hatte ich auch noch nicht gehört (also Mobber, Soziopathen oder Narzissten). Gut, dass ich nicht dazu zähle. :smiley:

bzgl. “keine Leistung” muss man dazu schreiben, dass “Tickets” von der Komplexität her sehr unterschiedlich sein können. Naja, aber 4 : 100 ist schon ein ‘ungünstiger’ Punktestand…

Danke für deine Erläuterungen Landei!

Alle anderen!

Alle ande… moment… hm…

naja

IMHO sind zumindest die letzten beiden durch “persoenliche Probleme” verursacht.