Apt-get upgrade funktioniert nicht

Es gibt keinen Bereich Linux oder OS - deshalb hier:

  1. ich hab seit Längerem kein apt-get upgrade mehr auf dem Server gemacht und kürzlich was an der Quellliste geändert,

jetzt hab ich ständig Fehlermeldungen bei upgrade, wie kann ich diese beheben / “apt resetten”?

  1. welche minimale Hardware und OS würdet ihr für einen v root Server wählen?

Danke für eure Antworten

Anbei: Verwendetes OS: Debian.

zu 1) Wenn du weißt was an der Quellliste kaputt ist kannst du diese unter /etc/apt/sources.list reparieren.

Kannst du die Fehlermeldungen genauer nennen?

Zu deiner 2. Frage: Debian ist doch absolut passend für einen Server. Kannst auch Ubuntu drauf installieren, ist meist etwas aktueller.

*** Edit ***

Doch, ein Unterforum “Betriebssysteme” unterhalb von Software. -> Thread dorthin verschoben.

Wenn du von Server sprichst, gehe ich mal von einem Debian Stable aus.

Du hast also die /etc/apt/sources.lst bearbeitet…apt-get update augeführt…und danach ein apt-get upgrade.

Wo tritt denn der Fehler auf und vor allem welcher?

wenn beim apt-get update, dann hast du wohl irgendwo beim ändern der sources.lst einen Fehler gemacht.

Wenn der Fehler beim apt-get upgrade kommt, liegts meistens daran, dass auf den debian Servern irgendwas nicht in Ordnung ist (was bei stable eher selten ist).

Kann es sein, dass du stable in der sources.lst stehen hast, und das letzte mal VOR dem Releasewechse Wheezy -> Jessie updates gemacht hast? Dann würde ich ein apt-get dist-upgrade empfehlen.

Am besten wäre aber, wenn du mal die Fehlermeldung posten würdest ;-).

Die minimale Hardwareanforderung ist relativ? Schreib einfach mal, was du machen willst. Wenns nur ein kleiner E-Mailserver für eine Hand voll Nutzer werden soll, brauchst du was anderes, als wenn du 4 oder 5 Server drauf virtualisieren willst oder ein paar Dicke Datenbanken brauchst.

Betriebssystem ist Geschmackssache. Hol das System, was du kennst. Wenn du mit Debian gut klar kommst und auf das System angewiesen bist hol Jessie (Stable), wenn du gerne etwas aktueller sein willst hol Stretch(Testing), hier mußt du aber einplanen, dass nach einem Upgrade mal ein paar Kleinigkeiten nicht funkionieren und du schlimmstenfalls ein paar Tage warten mußt, bis ein Bug gefixt ist.

Gruß

Paddie

Wenn du eine Änderung in sources.lst machst

#kommentar mit datum
#hinzugefügt

#gelöschte auskommentiert

speichern und sofort apt-get update: dann kannst du das sofort checken…

und kürzlich was an der Quellliste geändert,

und was?

https://wiki.debian.org/SourcesList Ich würde bevor man die Quellen löscht, die bereitgestellten Pakete entfernen. Wenn das nicht geht, empfehle ich die Migration auf eine frisch installierte Debian Version.

Ich hab mich “minimal” hierauf bezogen: https://wiki.debianforum.de/Sources.list - eine alte Liste nicht mehr vorh.

stable

Nach mehreren Upgrades und dem Deinstallieren einiger Pakete funktioniert es (klar, immer vorher clean autoclean --purge update usw.). Ein dist-upgrade kann ich aber nicht ausführen.

Zur Zeit kann ich die Fehlermeldungen nicht posten, da im laufenden Betrieb. Im Internet steht/stand etwas von fstab falsch konfiguriert o. Ä.

Was ich damit möchte: Java, FTP, Apache2 ohne Datenbank, > 128mb Arbeitsspeicher ?

jre 7 headless reserviert viel Speicher usw. bei 0,5mb .jar .

gcc , make usw. brauche ich auch noch.

Danke für Eure Beiträge

apt-get upgrade >trollomatic.txt

fstab? und apt-get upgrade??

ihr erwartet eine sinnvolle Antwort zur Problemlösung von CB ? man sollte nach einer Zeit besseres wissen

[QUOTE=Bleiglanz]apt-get upgrade >trollomatic.txt

fstab? und apt-get upgrade??[/QUOTE]

Vielleicht wurde die falsche Partition / Festplatte in /var gemountet? Dadurch ist /var vollgelaufen und dadurch konnten die debs nicht mehr runtergeladen werden (Speicherort dafür ist ja immerhin /var/cache/apt)…ODER…/var wurde (wieso auch immer, da fällt mir einfach kein sinnvoller Grund für ein) in der fstab mit ro iengetragen

SCNR

Paddie

Ich könnte ja jetzt schreiben, ich “antwortete” (das implizierte ja, ich werde irgendetwas gefragt) gar keiner Frau mehr, aber das lass ich mal lieber stecken.

Ich hab doch schon geschrieben, dass er im Moment rennt und nicht gebreakt werden darf.

Also evtl. kein Speicherplatz in der Partition mehr vorhanden?

Das kannst du leicht herausfinden. Auf der Konsole einfach mal ein “df” eingeben.

Aber ( was ich oben gar nicht bedacht habe) wenn /var voll wäre hättest du wahrscheinlich noch andere Fehler, weil dann z.B. Auch keine Logs mehr geschrieben werden können.

Da deine Fehlerbeschreibung leider wenig (eher gar nichts) aussagt kannst du aber einfach mal ein apt-get -d upgrade machen, dann sollte er die Pakete nur runterladen und dann die genaue Fehlermeldung nochmal hier Posten.

@CB
Ich unterstelle dir einfach mal das auch dir eigentlich das Topic “Wie man Fragen richtig stellt” bekannt sein sollte.
Aber nun ja, dann ziehen wir doch mal wieder aus der Nase …

“Es gibt keinen Bereich Linux oder OS - deshalb hier:” ~ original unter Sonstiges>Software
Wie bereits geantwortet und verschoben : “Sonstiges>Software>OS”

“ich hab seit Längerem kein apt-get upgrade mehr auf dem Server gemacht”
Ich kenn mich mit Debian und demzufolge mit aptitude nicht aus und weis daher nicht was der Unterschied zwischen apt-get update und apt-get upgrade ist, aber längere Zeit keine Aktualisierungen einzuspielen, gerade auf einem direkt im Netz erreichbaren System halte ich, sorry für die Ausdrucksweise, für grob fahrlässig.

“und kürzlich was an der Quellliste geändert”
Bezogen auf “Wie man Fragen richtig stellt” : UND WAS ?=!
Das gleicht ungefähr dem hier : “Ich hab da so n Java-Code und bekomm auf der Console Fehlermeldungen! - HILFE!”
Allgemein, und das dürfte auf jede Paketverwaltung zutreffen, sollte man nicht einfach was an einer auto-generierten Datei herumbasteln. Dafür gibt es von dem Programm das diese Datei verwendet die entsprechenden Tools / CLI-Parameter um eine solche Liste zu editieren. Außerdem, und das musste ja auch ich mal wieder schmerzhaft lernen, : BACKUP ! Vor allem bei System-Files.

“jetzt hab ich ständig Fehlermeldungen bei upgrade”
Und die wären welche genau ?

“wie kann ich diese beheben / “apt resetten”?”
Da auch die Aptitude Paketverwaltung nur ein Stück Software auf Basis einiger Config-Files ist dürfte das, wenn du NUR was an der Repo-List gemacht hast, durch das Einfügen einer Standard-Liste zu fixen sein. Vermutlich ist aber eher etwas in die Richtung passiert das du was dran rumgebastelt hast, dann update, damit irgendwas zerschossen und jetzt das Problem hast das wieder rückgängig zu machen. In solche Situationen bleiben meist zwei Wege : platt machen oder sehr viel Zeit und Mühe investeiren - nötiges Wissen vorrausgesetzt.

“welche minimale Hardware und OS würdet ihr für einen v root Server wählen?”
Kommt, wie schon erwähnt, drauf an was du mit machen willst. Einfachen Webserver … dafür tuts auch eine VM mit 128MB und 1GHz Rechenzeit … braucht nur länger. Irgendwas mit Java im Background > siehe Java-VM system requirements. Noch aufwändiger : es gibt gute und schlechte Anbieter. Du solltest aber darauf achten keinen VPS-Container zu bekommen (para-virtualisiert) sondern eine voll-Virtualisierung auf KVM-basis. Kostet zwar mehr, bringt aber letztlich auch mehr.
Für alles andere empfehle ich aus persönlicher Erfahrung dann schon physische Root-Maschinen damit du unabhängig von einem Hyper-Visor bist. Bei OVH gibts schon recht gute Angebote für kleines Geld.

SCNR - aber du solltest es besser wissen.

[QUOTE=Sen-Mithrarin]@CB
Ich unterstelle dir einfach mal das auch dir eigentlich das Topic “Wie man Fragen richtig stellt”
Ich kenn mich mit Debian und demzufolge mit aptitude nicht aus und weis daher nicht was der Unterschied zwischen apt-get update und apt-get upgrade ist, aber längere Zeit keine Aktualisierungen einzuspielen, gerade auf einem direkt im Netz erreichbaren System halte ich, sorry für die Ausdrucksweise, für grob fahrlässig.
[/QUOTE]

Mit apt-get Update aktualisierst du die lokale liste der Software-Repositories. Mit apt-get upgrade aktualisierst du dein System, es werden aber KEINE neuen Pakete installiert, apt-get dist-upgrade ist ein Upgrade bei dem auch neue Pakete dazukommen können.

Allgemein, und das dürfte auf jede Paketverwaltung zutreffen, sollte man nicht einfach was an einer auto-generierten Datei herumbasteln. Dafür gibt es von dem Programm das diese Datei verwendet die entsprechenden Tools / CLI-Parameter um eine solche Liste zu editieren.

Jain :wink: wenn du debian ohne GUI installierst ist es eigentlich normal neue Repositories durch einfügen in /etc/apt/sources.lst hinzuzufügen. Klär, es gibt auch grafische Tools dafür, aber die werden auf einem vserver eher selten drauf sein.

Außerdem, und das musste ja auch ich mal wieder schmerzhaft lernen, : BACKUP ! Vor allem bei System-Files.

FULL ACK!!1 :wink:

[QUOTE]
Vermutlich ist aber eher etwas in die Richtung passiert das du was dran rumgebastelt hast, dann update, damit irgendwas zerschossen und jetzt das Problem hast das wieder rückgängig zu machen. In solche Situationen bleiben meist zwei Wege : platt machen oder sehr viel Zeit und Mühe investeiren - nötiges Wissen vorrausgesetzt.

Vermutung, er hat voll den Releasewechsel (aus Testing wurde Stable) abbekommen und hat nur ein apt-get Upgrade gemacht. Hätte er sich vorher etwas schlau gemacht hätte er gewußt, dass er ein dist-Upgrade machen muß. ;-).

Grade bei einem System was am öffentlichen Netz hängt und laufen MUSS sollte man wirklich genau wissen was man tut und welche Updates man einspielt…Jetzt läufts vielleicht aber ob alles auch wirklich das macht, was es soll…

[ot]Erstmal danke für die Erklärung zu aptitude. Ich selbst nutze zypper unter openSUSE. Das kennt zwar auch den Unterschied zwischen einem Auffrischen der Repo-Liste, der eigentlichen Paket-Aktualisierung und einem Distributions-Upgrade, macht dies jedoch alles in einem Schritt mit “zypper up”. Lediglich ein Dist-Upgrade muss mit “zypper dup” manuell ausgelöst werden.
Wie genau das mit dem “es werden keine neuen Pakete installiert” zu nehmen ist würde mich vielleicht noch etwas genauer interessieren. Grund: mit zypper werden bei jedem update auch die Abhängigkeiten neu geprüft. Wenn nun ein bereits installiertes Paket in einer neuen Version eine neue Abhängigkeit hinzubekommen hat wird diese dann auch in der nötigen Version mitinstalliert. Deiner Aussage das aptitude dies nicht machen würde würde im Umkehrschluss bedeuten das dann auch das Update des betreffenden Pakets nicht durchgeführt wird. Denke dafür dürfte es aber entsprechende CLI-Parameter oder Vorgaben geben was dann in so nem Fall passiert, ggf auch mit interaktiver Auswahl.

Zu den Tools: ich rede hier keines Falls von GUIs, sondern davon das eine Paketverwaltung in der Regel entweder einzusätzliches Binary/Script für die Repo-Liste mit dabei hat oder halt das main-Binary/Script entsprechende CLI-Parameter die es steuern. Die Notwendigkeit manuell in diesen Repo-Liste rumzupfuschen entfällt also bei den meisten Paketverwaltungen (und das sind meiner Erfahrung nach aptitude, zypper und dann glaub noch 2 oder 3 größere).
Hat man dann natürlich noch eine bequeme GUI z.B. mit ncurses im Terminal oder sogar richtiges Desktop-Environment geht sowas natürlich noch einfacher von der Hand.

Bzgl dem was passiert ist: da ich mich wie gesagt [edit]NICHT[/edit] mit Debian (und auch nicht mit dem ganzen Rattenschwanz an Familie was da noch mit zugehört) auskenne (will ich auch nicht da ich scheinbar zu unfähig bin ein einfaches Debain/Ubuntu Setup sauber durchzuführen - irgendwas stürzt mir dabei immer ab) weis ich jetzt auch nicht wie es sich mit Release-Wechseln verhält, aber ist es nicht normalerweise so das man sich beim Setup für einen bestimmten Release-Zweig festlegt und dann in den Repos auch nur die für diesen Release-Zweig passenden Pakete und Updates liegen ?
viel raus-editiert
Das man also mal eben so von einem Release-Wechsel überrascht wird ohne selbst ein Dist-Upgrade auszulösen kann ich mir schwer vorstellen, außer man bastelt wie unser Freund hier direkt an den Repo-Listen rum.
~ Anmerkung am Rand : ich fand es übrigens sehr interessant wie einige von der Paketverwaltung auf die Plattennutzung in /etc/fstab kommen …

Letzlich würde ich aber sagen : für ein solches Vorhaben würde ich mir erstmal in einer VM eine Testumgebung einrichten die möglichst nah an die realen Gegebenheiten ran kommt und halt erstmal ausprobieren anstatt das ich mir meinen im Netz erreichbaren Server zerschieße [edit](auch wenn mir das, wie in einem anderen Thread zu lesen, letztens selbst passiert ist)[/edit]. Ganz schlimm wird es vor allem wenn eine vernünftige Firewall fehlt …[/ot]

Meine Vorgehensweise wahr tatsächlich wahrhaftig so: Sources.list stable eingetragen, andere raus, apt-get update (funktionierte), apt-get upgrade (Probleme, vielleicht Partition oder veraltete/zusätzliche Pakete, wer weiß), kein apt-get upgrade. Ich versuche es jetzt noch mal und melde mich/editiere gleich noch mal.

Edit1: Neu machen kann ich nicht, hunderte config files trage ich bestimmt nicht noch mal ein; auch wenn ein Backup vorhanden ist.

Edit2: Quellliste alt:
deb // squeeze main
deb-src // squeeze main
deb // squeeze/updates main
deb-src // squeeze/updates main
Quellliste neu:
deb Index of /debian stable main contrib non-free
deb-src Index of /debian stable main contrib non-free
deb Debian – Security Information stable/updates main contrib non-free
deb-src Debian – Security Information stable/updates main contrib non-free

Sorry, aber zwei Dinge stören mich irgendwie immer noch an diesem Post:
1.) Wenn du “nur” an der repo-list rumgespielt hast ist es extrem unwahrscheinlich das dir irgendwas viel mehr kaputt gegangen ist als eben nur diese Liste, denn wie erklärt wurde : apt-get update aktualisiert lediglich den Repo-Cache, erst apt-get upgrade führt die eigentliche Aktualisierung aus. Und wenn es dabei zu einem Fehler kommt bricht meist der gesamte Vorgang ab und wird entweder via Rollback auf den vorherigen Zustand zurückversetzt oder nur das eine Paket bei dem es zum Fehler kam ist beschädigt. Lässt sich aber meist mti einem erneuten Versuchen korrigieren.
2.) Was hast du bist jetzt bitte immer noch nicht an “Wie man Fragen richtig stellt” verstanden? WAS hast du an der Repo-List geändert, WELCHEN Fehler bekommst, WAS ist dein aktuelles Problem und WAS hast du bereits alles unternommen um es zu fixen? Vielleicht hilft ja auch mal ein einfacher Reboot.

[QUOTE=Sen-Mithrarin][ot]

Deiner Aussage das aptitude dies nicht machen würde würde im Umkehrschluss bedeuten das dann auch das Update des betreffenden Pakets nicht durchgeführt wird. Denke dafür dürfte es aber entsprechende CLI-Parameter oder Vorgaben geben was dann in so nem Fall passiert, ggf auch mit interaktiver Auswahl.
[/QUOTE]

Genau so läufts auch. wenn du ALLES aktualisieren willst, sprich er auch neue Dateien die durch neu entstandene Abhängigkeiten dazukommen haben willst mußt du ein apt-get dist-upgrade machen. Aus diesem Grund sollte man bei einem Release-Wechsel auch DIST-UPGRADE machen und nicht nur UPGRADE sonst fällt einem das ganz Böse auf die Füße.

Zu den Tools: ich rede hier keines Falls von GUIs, sondern davon das eine Paketverwaltung in der Regel entweder einzusätzliches Binary/Script für die Repo-Liste mit dabei hat oder halt das main-Binary/Script entsprechende CLI-Parameter die es steuern. Die Notwendigkeit manuell in diesen Repo-Liste rumzupfuschen entfällt also bei den meisten Paketverwaltungen (und das sind meiner Erfahrung nach aptitude, zypper und dann glaub noch 2 oder 3 größere).
Hat man dann natürlich noch eine bequeme GUI z.B. mit ncurses im Terminal oder sogar richtiges Desktop-Environment geht sowas natürlich noch einfacher von der Hand.

[QUOTE]

CLI-Tool fällt mir auf Anhieb keins ein um Repos hinzuzufügen. Der normale weg ist schon das editieren der sources.lst. Es gibt aber einige GUI-Tools wie z. B. Synaptic mit denen das auch funktioniert. (Hab ich allerdings nie benutzt.

[QUOTE]
Bzgl dem was passiert ist: da ich mich wie gesagt [edit]NICHT[/edit] mit Debian (und auch nicht mit dem ganzen Rattenschwanz an Familie was da noch mit zugehört) auskenne (will ich auch nicht da ich scheinbar zu unfähig bin ein einfaches Debain/Ubuntu Setup sauber durchzuführen - irgendwas stürzt mir dabei immer ab)

Es gibt da so einen netten Spruch…“Selbst ein Huhn kann Debian installieren, wenn nur genug Körner auf der Enter-Taste liegen” ;-).

weis ich jetzt auch nicht wie es sich mit Release-Wechseln verhält, aber ist es nicht normalerweise so das man sich beim Setup für einen bestimmten Release-Zweig festlegt und dann in den Repos auch nur die für diesen Release-Zweig passenden Pakete und Updates liegen ?

Du entscheidest dich mit der Wahl des Installationsmediums, entweder für Stable (Name seit ein paar Monate Jessie), Testing (jetzt Stretch) und unstable (immer SID). In der Sources List steht dann nach der Installation IIRC der Name. (Ich mache das so selten, deshalb bin ich mir hier nicht 100% sicher).

viel raus-editiert
Das man also mal eben so von einem Release-Wechsel überrascht wird ohne selbst ein Dist-Upgrade auszulösen kann ich mir schwer vorstellen, außer man bastelt wie unser Freund hier direkt an den Repo-Listen rum.
~ Anmerkung am Rand : ich fand es übrigens sehr interessant wie einige von der Paketverwaltung auf die Plattennutzung in /etc/fstab kommen …

Bis vor ein paar Monaten hieß Debian Stable noch Wheezy. Dann kam der Releasewechsel zu Jessie. So ein Releasewechsel läuft dann im Groben so ab, dass auf den Repo-Servern alle Pakete aus dem Testing Zweig (Der eine Zeit vorher eingefroren wird, also es gibt keine neuen Pakete sondern nur noch Bugfixes) in den Stable Zweig kopiert werden. Aus dem “alten” Stable wird dann auf den Servern Oldstable.

Genau dieser Vorgang wurde Ihm wohl zum Verhängnis…Wenn er in seiner sources.list Wheezy stehen hätte wäre ihm das nicht aufgefallen, höchstens dass es weniger updates gegeben hat ;-). Hat er allerdings Stable drin stehen, bekam er nach dem Wechsel natürlich die volle Ladung mit neuen Versionen für seine Pakete, die natürlich einen ganzen Haufen neue Abhängigkeiten nach sich ziehen. DIESE wiederrum bekommt er natürlich NICHT mit einem normalen apt-get upgrade…deshalb empfehlen die Debian-Maintainer natürlich ein DIST-UPGRADE… (bzw. das weiß man einfach, wenn man Debian einsetzt ;-)).
IIRC wird dann aber auch angezeigt, dass gewisse Pakete zurückgehalten wurden.

Die Sache mit der fstab ist wirklich sehr weit hergeholt (wer mountet /var schon read-only?!?)

Letzlich würde ich aber sagen : für ein solches Vorhaben würde ich mir erstmal in einer VM eine Testumgebung einrichten die möglichst nah an die realen Gegebenheiten ran kommt und halt erstmal ausprobieren anstatt das ich mir meinen im Netz erreichbaren Server zerschieße [edit](auch wenn mir das, wie in einem anderen Thread zu lesen, letztens selbst passiert ist)[/edit]. Ganz schlimm wird es vor allem wenn eine vernünftige Firewall fehlt …[/ot]

Grade bei einem Produktivsystem würde ich mir doppelt und dreifach anschauen welche Pakete aktualisiert werden sollen, erst recht, wenn SO lange keine Updates gemacht wurden.

Gruß

Paddie

*** Edit ***

[QUOTE=CyborgBeta;123157]Meine Vorgehensweise wahr tatsächlich wahrhaftig so: Sources.list stable eingetragen, andere raus, apt-get update (funktionierte), apt-get upgrade (Probleme, vielleicht Partition oder veraltete/zusätzliche Pakete, wer weiß), kein apt-get upgrade. Ich versuche es jetzt noch mal und melde mich/editiere gleich noch mal.
[/QUOTE]

Hier hätte ein dist-upgrade statt einem upgrade einige Probleme verhindert.

Edit1: Neu machen kann ich nicht, hunderte config files trage ich bestimmt nicht noch mal ein; auch wenn ein Backup vorhanden ist.

Edit2: Quellliste alt:
deb // squeeze main
deb-src // squeeze main
deb // squeeze/updates main
deb-src // squeeze/updates main
Quellliste neu:
deb Index of /debian stable main contrib non-free
deb-src Index of /debian stable main contrib non-free
deb Debian – Security Information stable/updates main contrib non-free
deb-src Debian – Security Information stable/updates main contrib non-free

[/QUOTE]

ROTFL… OK, du bist also von Squeeze (ehemaliges Oldstable…LTS Support bis 2016…zwar nicht mehr wirklich aktuell, aber wenigstens noch Security-Updates) auf Jessie (aktuelles Stable). Das heißt du hast ein Stable-Release ausgelassen. Wenn du hier natürlich nur ein upgrade machst, fällts dir richtig auf die Füße.

Versuche als erstes mal (nach einem Backup) ein dist-upgrade. Vielleicht sind einige Fehler damit beseitigt. Ich würde mich aber nicht darauf verlassen, dass danach alles wieder richtig läuft.

Am einfachsten wird wohl eine neue Installation. Dein Problem könnte aber sein, dass sich bei vielen Programmen einiges an den Config-Dateien geändert hat, du müsstest sowieso einiges anpassen.

Gruß

Paddie

CLI-Tool fällt mir auf Anhieb keins ein um Repos hinzuzufügen. Der normale weg ist schon das editieren der sources.lst.

z.B. https://help.ubuntu.com/community/add-apt-repository

mWn auch in Debian verfügbar.

Siehe auch:

How to add repository from shell in Debian? - Unix & Linux Stack Exchange

Interessant ist auch der Vorschlag weitere sourses.lst-Dateien in /etc/apt/sources.list.d/ abzulegen wenn die Länge der einzelnen Datei überhand nimmt.

[ot]Wenn aptitude keinen CLI-Parameter anbietet um die Repo-List zu bearbeiten ist das schon ziemlich schwach und deutet irgendwie auf ein Design-Flaw hin. Bei zypper z.B. hat man die Möglichkeit mit z.B. "zypper ar " von zypper selbst ein neues Repo in die Liste mit aufnehmen zu lassen ohne dass man dies selbst machen muss. Gleiches auch um z.B. Repos zu de/aktivieren, Prioritäten zu setzen oder halt auch zu löschen. Gut, liegt vielleicht auch daran das zypper nicht eine Datei für alle hat sondern je Repo ein eigenes File in einem bestimmten Ordner nutzt. Aber ob man nun mit einzelnen Files oder mit Sections in einem File arbeitet sollte ja keinen großen Unterschied machen. Denke in den man-pages von aptitude sollte sich ähnliches finden lassen. Zumindest aber irgendwo im Netz ein kleines Script das diese Aufgabe “maschinell” erledigt.[/ot]
Back to Topic:
Wenn man nach längerer Zeit einen kompletten Release-Wechsel macht und dabei gleich ein Release komplett überspringt, und dann halt nur durch apt-get upgrade die vorhandenen Paket aktualisiert ohne das halt neue Abhängigkeiten berücksichtigt werden (wofür dann apt-get dist-upgrade nötig ist) ist schon klar das es einem da so einiges zerschießt. Vor allem wenn man durch manuelles editieren Repos hinzugefügt hat die halt nicht zum aktuellen System passen und dann halt gleich die neuen Pakete drauf zieht ohne vorher mal das System auf den dafür nötigen stabilen aktuellen Stand zu bringen.
Klar, es ist schon sehr bequem in der Linux-Welt das es halt dieses Repo-Paketverwaltungssystem gibt und man neue Software recht einfach durch das Hinzufügen der entsprechenden Repos nachinstallieren kann ohne sich selbst Gedanken über Kompatibilität und Abhängkeiten machen zu müssen (denn das übernimmt ja die Paketverwaltung für einen). Unter Windows haben sich daher ja auch diese Fat-all-in-one-Installer etabliert die halt, statt vorher Abhängkeiten zu prüfen, einfach ihre Version mitliefern und im System installieren. Aber es wäre auch recht verwirrend wenn ein Windows-Installer dem User sowas wie “bitte folgende Abhängigkeiten pflegen” um die Ohren hauen würde. Möchte nicht wissen welchen Support-Aufwand das zur Folge hätte =D.

Ich würde mich bei so nem instabilen System echt für kurzes Backup der User-Daten und dann komplettes clean install des aktuellen Release entscheiden. Geht erstens schneller und zweitens auch vermutlich unkomplizierter.