Neues Supportmodell - wird Java jetzt kostenpflichtig?


#1

#2

Ist zwar schon spät, aber dass ich nach (zugegeben: schnellem) Durchlesen die Titelfrage jetzt nicht mit einem klaren “Ja” oder “Nein” beantwortet sehe, bewirkt ein etwas mulmiges Gefühl…


#3

Any headline that ends in a question mark can be answered by the word no .

Wobei in diesem Fall die Antwort wohl “kommt darauf an” ist…


#4

Die Antwort ist auch hier Nein.
Nur mit dem Titel “Kostet der JVM Support etwas?” wäre die Antwort “kommt darauf an” gewesen.


#5

Ich finde es auch sehr schwierig zu durchschauen.

Unterschiede zwischen Oracle Java und OpenJava. Technisch und Konzeptionell. Die Entwicklungen hinsichtlich Graal VM. Die neuen Release Zyklen und Supportzeiträume. Das trennen von JavaFX in ein eigenes Projekt zum Beispiel. Die Klagen gegen Google hinsichtlich Android.
Alles sehr verwirrend.

Würde mich nicht unbedingt wundern, wen sich der ein oder andere Entscheider, der da nicht so ganz in der Materie drinsteckt, dann für Alternativen zu Java entscheidet.

Das beste wäre ein Statement ala, Open JDK/JRE funktioniert äquivalent, Bugs werden gefixt, Supportzeitraum ist ausreichend dimensioniert. Mehrwert von Oracle Java ist zu vernachlässigen.

Dazu noch die Fragen, welche Releases nutzen? LTS oder nicht.


#6

Passiert doch schon. Gibt eine massive Abwanderung von Java.
Google neues Betriebssystem wird Java garnicht mehr erst unterstützen. Dann wird es keine jungen Java Entwickler mehr geben.


#7

OpenJDK ist die Referenz-Implementierung des Standards. Was dort funktioniert, funktioniert auch in jeder anderen JVM (findet sich z.B. hier: http://openjdk.java.net/projects/jdk/11/).

Die LTS-Versionen sollen jeweils mindestens vier Jahre unterstützt werden, alle Zwischenversionen immer ein halbes Jahr (https://adoptopenjdk.net/support.html).

Oracle bietet halt kommerziellen Support (u.a. acht statt vier Jahre) und ein paar extra Features, wie sie auch jeder andere Anbieter bieten könnte. Ob man das braucht, muss jedes Unternehmen selbst entscheiden, die meisten Privatnutzer brauchen das wohl nicht.

Getrennt waren Java und JavaFX bisher auch schon, nur das Oracle-JRE enthielt es, beim OpenJDK und jedem anderem musste man es selbst installieren (was afaik nur mit dem OpenJDK möglich war, alle anderen waren außen vor).
Das Abspalten dürfte das mMn einfacher machen, sowohl einbinden als auch die Entwicklung, da die nicht mehr an’s JDK gekoppelt ist.

Wie ich’s aktuell mache: Entwickelt und ausgeliefert wird für die aktuell LTS (also aktuell noch 8, demnächst dann 11), getestet werden alle seit dem letzten LTS (aktuell 8,9,10 und Preview für 11).
Alte LTS und gleichzeitig neue Features nutzen kann man mit Multi-Release-Jars.


#8

https://www.pressebox.de/pressemitteilung/prolicense-gmbh/Oracle-JAVA-Lizenzierung-Kosten-Support/boxid/921913


#9

Hier noch zwei Blogeinträge, vielleicht auch interessant: