SuperCollider


#1

Mir ist schon öfter mal der Gedanke gekommen, dass man Musik eigentlich “programmieren” können sollte, so dass man wirklich die volle Kontrolle über die Tonerzeugung hat, statt dafür spezialisierte Programme zu verwenden, die schon prinzipbedingt bestimmte Grundannahmen treffen und damit auch Beschränkungen besitzen müssen. Dabei gibt es das schon, und zwar unter dem schönen Namen SuperCollider. Die Sprache ist gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig (bei der Syntax lässt Smalltalk grüßen) und komplex, dafür aber eben auch sehr mächtig und gut “automatisierbar”. Die IDE macht einen guten Eindruck.

Ich werde jedenfalls damit mal herumspielen. Hat schon jemand Erfahrungen damit?


#2

Das hoert sich ja mal mega interessant an :smiley: ich werde mich damit mal auseinander setzen…


#3

Hört sich wie csound an. Da die Doku von CSound allerdings alles andere als Anfänger freundlich ist, wundert es mich nicht, dass sich hier ein Parallelprojekt entwickelt hat.


#4

Heute ist das bestellte Buchangekommen, gab es billig gebraucht. Während kleine Experimente kein Problem waren, hat mir bisher vor allem “akustisches” Wissen und ein Konzept für die übergeordnete Programmstruktur gefehlt. Mal sehen, was beim Lesen rüberkommt.


#5

Quick Intro to Live Programming with Overtone

Overtone, welches ich schon ein paar mal gesehen habe ist, wie ich gerade feststellen muß ein Frontend für Supercollider.

Evtl. ist es, wenn dir Clojure/Lisp liegt eine gute Alternative zur Sprache die Supercollider verwendet.


#6

Danke für den Tipp!

Clojure habe ich bisher vermieden, mir liegen auch bei der funktionalen Programmierung statische getypte Sprachen wie Haskell (oder Frege auf der JVM) mehr, aber das will in diesem Fall nicht viel besagen.


#7

Ich kenn Pure Date und vvvv. Wobei puredata eher zum Verarbeiten/Manipulieren von Daten dient und vvvv eher fuer interaktives Zeug. Beides sind jedoch grafische Programmiersprachen (darf man das so nennen?) - was sich aber bei Sounddesign glaub ich echt anbietet, denn es ist einfach viel schneller, an einem Regler zu ziehen und sofort den entsprechenden Sound zu hoeren, als Code zu tippen, zu uebersetzen und dann erst das Ergebnis zu hoeren.

Wobei Code natuerlich mehr fetzt :smiley: Gib mal paar Beispiele, was bei deinen Versuchen rausgekommen ist :smiley:


#8

SuperCollider läuft in einer Art REPL, man kann Codestückchen jederzeit ausführen lassen. Einen “Regler” hat man sehr schnell, wenn man MouseX / Y einen Bereich zuweist. Ist also alles recht dynamisch.


#9

Klingt sehr cool, werd ich mir bei Gelegenheit auch mal ansehen.


#10

Eventuell wäre dann auch in dem Ramen core.typed was für dich? http://typedclojure.org/