Umzug der Systempartition nach SSD

Das Thema lässt mir keine Ruhe. Also gefühlt wird meine HDD bei 80 % langsamer. Deswegen die Überlegung, eine SDD.

Ist-Zustand:

600 bis 1000 t Dateien auf C:
Auf C: ist aber z. B. auch ein Spiel mit über 30 GB installiert, das nicht benötigt wird.

Meine zwei Fragen wären nun:
Eine SSD mit 250 GB kostet 0,40 Euro pro 1 GB,
eine SSD mit 500 GB kostet 0,30 Euro pro 1 GB (grob überschlagen),
welche “Kapazität” würdet ihr in meinem Fall wählen?

Zweitens, kosten die Migrierungstools etwas?

Sieh mal, du hast doch bereits 2 Platten…
Ich habe das Betriebsystem und relativ feste Daten (installierte Programme) auf einer recht kleinen SSD (232GB) und dynamische Daten (Auslagerungsdateien, Temporäre Dateien, Downloads usw.) weiterhin auf einer HDD. Nun profitiert man nicht bloß von der Geschwindigkeit der SSD sondern auch von einer Parallelisierung beim Zugriff auf Daten.

Migrationstools kosten afaik gar nichts und sind meist schon auf CD bei einer neuen SSD dabei.

Kommt drauf an.
Wenn man jetzt mal auf das Wear-Leveling schaut, dann hat man in der Regel bei größeren Platten mehr Schreibvorgänge als bei kleinen während der Lebenszeit zur Verfügung.
So gesehen ist eine große Platte einer kleinen vorzuziehen.

Darüber hinaus kommt es darauf an, wie gut diese Wear-Leveling-Algorithmen implementiert sind. Und hier lehne ich mich mal aus dem Fenster und vermute, dass eine SSD die relativ Leer bleibt (Prozentual gesehen) hier einen weiteren Vorteil hat, da der Bereich der Leer ist größer ist, somit öfter und gleichmäßiger beschrieben werden kann, bevor der Controller eingreifen muss und umstrukturiert.

Bei den etablierten Herstellern spielt das keine Rolle mehr. Eine vernünftige SSD hält in der Regel rechnerisch mindestens 5 Jahre durch. Praktisch vertragen sie noch mehr Schreibzyklen. Für fehlerhafte Speicherzellen und das Wear-Leveling haben die SSDs mittlerweile zusätzlichen Flashspeicher eingebaut, der nicht sichtbar ist.

Von Billig-SSDs sollte man sich aus anderen Gründen (schlechte Performance, fehlerhafte Firmware, …) die Finger lassen.

Wer ausführlicheres wissen möchte, kann dies in c’t 01/2017 und 10/2017 nachlesen (leider nicht kostenfrei im Internet verfügbar).

Ich denke, es ist schon ein riesiger Geschwindigkeitsvorteil die Umstellung. :slight_smile: Und es gibt ja die 3bit 3D V-NAND Technologie. Außerdem waren die SSDs im Intensivtest nicht kaputt zu kriegen.

Also wegen der Haltbarkeit mach ich mir keine Gedanken, wer weiß, was in 5 Jahren ist (dann hat sich die Erde schon paar mal gedreht)?

Migrierung sollte Dank der Software wohl auch nicht problematisch sein.

Aber es steht immer noch die Frage, auf C: könnte ich einige Spiele deinstallieren, OB ICH 250 GB kaufen sollte! (ODER OB das dann für das System zu knapp wird…)

1 GB ist bei 250 GB 33 % teurer ((100 / 0.3 * 0.4) - 100 ?? ), andererseits kann ich bei 250 GB 50 Euro „sparen“.

Bitte gebt mir eine Kaufempfehlung, das den Geldbeutel schont, aber dennoch etwas sinnvoll erscheint.

Ich kann zwar nicht direkt was zum Thema sagen, bei uns kümmert sich mein Schatz um die Hardware. Ein paar Erfahrungswerte kann ich aber loswerden.

Bei meinem Laptop haben wir letztes Jahr eine SSD nach gerüstet. Diese hat genauso viel Kapazität wie die vorherige. Perspektivisch bleibt dort die Datenmenge gleich, da hauptsächlich für Papierkram und surfen genutzt.

Bei unseren Tower-PCs haben wir die SSDs eine Nummer größer gewählt als vorher verbaut war. Einfach weil viele Spiele auch von einer SSD profitieren und sich Ladezeiten verkürzen (bspw. bei Skyrim). Vorher hatten die Spiele eine eigene Platte, mittlerweile durften ausgewählte auf die SSD umziehen.

Was ich eigentlich sagen will, die Spiele die du deinstallieren könntest, willst du nicht mehr spielen oder würdest du sie nur auf einer anderen Partition installieren wollen? Sollten Letzteres der Fall sein, nimm die größere Platte, sofern dein Geldbeutel das her gibt.

Eingekauft…


###Edit:
Umzug hat geklappt, so sieht es jetzt:

C: ist die neue SSD,
D: ist die alte HDD,
E: ist auch SSD,

nur wieso ist die Wiederherstellung auf einmal sichtbar? Wenn sie sichtbar ist, dürfte sie dann gelöscht werden?

Und dann noch die philosophische Frage, defragmentiert ihr SSD?

Danke für jegliche Antworten, die ihr mir gebt

Das ist nicht philosophisch, sondern macht technisch keinen Sinn. Also: nein.

So, ich hab jetzt kein vorher-/nachher Bild, aber es hat alles geklappt mit den Partitionen. Die 600 MB Wiederherstellung Partition hab hab ich auf die Festplatte kopiert und anschließend versteckt, so das Windows sie nicht anzeigt. Die zusätzlichen 600 MB hab ich C: vergrößert. Die SMART Werte sind auch super (z. B. 10-mal eingeschaltet, wenn das wichtig ist). S. d. ich die SDD jetzt optimal nutzen kann.


Zur Defragmentierung: Ich hab das jetzt einfach mal gemacht, weil’s nur 10 Sekunden (naja, ungefähr) gedauert hat. Auslogics disk defrag bietet z. B. auch eine Optimierung an, aber das hab ich nicht gemacht.

Ein Benchmark vorhin auch mal.
:slight_smile:

Defragmentierung hat man doch auf rotierenden Festplatten gemacht um die Zugriffzeiten zu verringern, weil dann der Lesekopf weniger springen muss. Zumindest ist das so bei mir hängengeblieben.

Bei SSDs bringt das diesen Vorteil nicht und verursacht eigentlich nur unnötige Schreibzugriffe.

Das stimmt. Aber ich bin ganz Happy damit. :slight_smile:

Du weißt aber schon, dass du auf einer SSD nur eine begrenzte Zahl an Schreibzugriffen hast?
Defragmentieren von SSDs ist nicht bloß sinnlos, sondern vollkommen unsinnig. Ich würde es per administrativen Zugriffsrechten verhindern, wenn das ginge.

Für die Freaks unter euch:

Ich kann nicht mit allen Werten etwas anfangen, so z. B. nicht Over-Provision… wären das “defekte” Blocks?


Nee, defragmentieren mach ich nicht…

Nein, das sind Reserveblöcke, die nicht explizit genutzt werden können, sondern von der Firmware verwendet werden, um die Leistungsdaten (Lebensdauer, Geschwindigkeit) zu verbessern. 5,8MB kommen mir aber extrem wenig vor…
Siehe auch hier:

Edit: @CyborgBeta bei der Wahl der SSD hast du übrigens ins Klo gegriffen. Du hast mit einem Intenso-Modell eine Billig-SSD gewählt.
Zitat aus dem oben verlinkten Artikel:

Na gut, zwischen der z. B. Samsung lagen preislich 8 Euro, allerdings war diese (fast überall) ausverkauft.

Aber ist doch nicht schlimm, bis jetzt konnte ich keine Nachteile feststellen.

Doch, wenn ein Gerät bei diesem Test durchfällt, dann ist das ein Totalschaden.

Bei dem Test wird die Platte einmal komplett vollgeschrieben, danach wieder ausgelesen und verglichen ob geschriebenes und gelesenes übereinstimmen.

Wenn die Platte durchfällt, dann stimmt eben etwas nicht überein. Totalschaden auch deshalb, weil das mehr oder weniger die einzige Aufgabe einer Festplatte ist.

Es gibt Dateisysteme, die hier und da noch etwas geradebiegen können, oder zumindest anzeigen, dass eine Datei defekt ist. Ob man sich darauf allerdings verlassen kann?

Intenso ist, wenn ich mich nicht ganz täusche ein Vertreiber und kein Produzent. D.h. die kaufen irgendwo Festplatten ein, wo sie gerade günstig sind, kleben dann einen Intenso Aufkleber drauf und gravieren in die Firmware Intenso. Je nachdem, wo sie gerade günstig Einkaufen können, wird die Qualität auch dementsprechend variieren. Es ist also durchaus möglich dass die Platte ok ist, allerdings würde ich, sofern die Möglichkeit besteht, da mal diesen Test drüberlaufen lassen und erst dann die Daten migrieren.

Zu dem Test habe ich noch eine Illustration gefunden

Der Schriftführer verhält sich da auch wie eine Festplatte, die den Test nicht besteht.

1 Like

Etwas schmuzelig (:zum Schmunzeln) der Beitrag. :wink:

Ja, ich hab Glück gehabt, denn diese SSD scheint Ok. :slight_smile: Lifetime ist auch noch 100 %

In 5 Jahren sprechen wir uns wieder.^^


So, und jetzt mal unter uns… Verkäufer wollen auch nur etwas verkaufen… Allerdings war die Samsung wirklich in mind. 2 Geschäften ausverkauft. Und ihr wisst ja, wenn ich im kaufrausch bin.


Außerdem würd ich den ct-Leuten NICHT unterstellen, etwas per se gar nicht zu testen, was ihnen von vornherein nicht gefällt. Allerdings agieren manche Profi-YouTuber auch manchmal so, wenn sie ein Produkt vor dem „Test“ kaufen müssen.

Dabei soll nicht der Test an sich schlechtgeredet werden… Ich hab da schon Respekt.

Du hast das Laufwerk also mit einem bestimmten Muster vollschreiben lassen und danach wieder ausgelesen und es gab keine Bitfehler?

In der Regel kauft die c’t-Redaktion alle Geräte, die getestet werden selbst, um zu vermeiden, dass der Hersteller bewusst gesondert geprüfte Produkte zusendet. Ausnahmen werden beim Test vermerkt.

Ansonsten: mir ist es egal, ob deine SSD Fehler hat oder nicht.

Ach, apropos Lifetime 100%. Laut dem Test in der c’t hat ausgerechnet die Intenso-SSD einen Firmwarefehler, der dafür sorgt, dass die Lebenszeit bei 100% stehen bleibt. Kann natürlich bei deiner SSD alles anders sein.

Wie kommt es zu dieser Annahme?

Der Typ im Film hat auch immer alles schön mitgeschrieben, da dachte auch jeder alles scheint OK.

Laut screenshot wurde ja noch nicht mal alles beschrieben. 244GB Lifetime Written, bei einer 500GB Platte heißt noch nichtmal alles einmalig beschrieben.

Wir sind hier in der Spielwiese, also nicht ganz so Ernst, aber wieso müsst ihr alles madigreden? Freut euch doch, WENN es jemand geschafft hat.

@ionutbaiu : Ich hab selber ein paar Tests mit nur 1 GB durchgeführt, und die liefen durch… und das OS startet schneller, vielleicht in 10 Sek., aber ich hab auch nicht den merhkern Start „ausprobiert“, und da werden noch viele Dienste gestartet. „Lustigerweise“ startet es langsamer, wenn WLAN deaktiviert ist…

@cmrudolph : Ob Lifetime bei 100 % stehenbleibt, werd ich ja dann sehen. Ich gehe einfach mal davon aus, dass dieser doch exotische etwas Controller funktioniert. Im chip-Test schneidet die Intenso übrigens nicht sehr gut, aber auch nicht schlecht ab.

So - aber vielen Dank, dass ihr hier erklärt habt, dass Schreibzugriffe „schädlicher“ sind als Lesezugriffe, und auch die Prinzipien Test. :wink:

Prinzipiell ist das „der letzte“ Flaschenhals im Computer gewesen bei mir.