Das Google-Manifest


#252

Der größte Unterschied zwischen Männern und Frauen ist die körperliche Kraft. Einen Leistungssport mit einem Bürojob zu vergleichen, ist wieder bloß einer deiner extremen “Argumente”. Entweder du meinst es ernst oder dir ist der Äpfel-Birnen-Vergleich bewusst - in beiden Fällen war es keiner Antwort würdig.

Der Tread hat 240 Anworten. Ich habe es bereits gesagt - die Luft ist hier endgültig raus, du brauchst also niemanden anzugreifen. Lass einfach gut sein, oder poste weiterhin jede Meldung oder Stellenausschreibung und warte, bis jemand darauf anspringt und sich die Diskussion erneut im Kreis dreht. Ich für meinen Teil “verpisse” mich von hier (man kann glücklicherweise die Threads entfolgen - was andere sicherlich ohne dieser Ankündigung bereits gemacht haben).


#253

Peinlich, dämlich, menschenverachtend… Nun gut. Es ist eben so, dass an vielen Stellen Dinge in den Raum gestellt werden (und zwar immer wieder), die bei kritischem Hinterfragen keine echte Grundlage haben. Wenn man z.B. über die Gleichstellung von Männern und Frauen bzgl. Arbeit redet, wird vom “Gender Pay Gap” geredet, und sobald man den zerfpflückt, wird die argumentatorische Schrotflinte ausgepackt und Schwarze, Schwule und Behinderte in die Diskussion geworfen, um deutlich zu machen, dass weiße hetero-Männer priviliegierte Unterdrücker sind, und damit das mit dem Gender-Pay-Gap ja “auch irgendwie wahr sein muss”:

Ich sage: Frauen sind heutzutage im Berufsleben nicht mehr systemisch benachteiligt. Sie gehen in die gleichen Schulen, können die gleichen Fächer studieren, finden genauso leicht oder schwer einen Job wie Männer, und verdienen das gleiche Geld. (Und wenn jetzt jemand sagt, dass Behinderte es im Leben schwer haben, oder Frauen vor 100 Jahren noch nicht wählen dürfen, dann ändert das daran nichts…)

Anhand beliebiger (!) Attribute “Gruppenidentitäten” zu definieren und diese als “Minderheiten” zu bezeichnen, und (getarnt als “Mitgefühl”) die “Mehrheit” als “Feind” abzustempeln ist zwar en vogue, aber einfach nicht in Ordnung. (Es ist auch gefährlich. Vielleicht ist es sogar besser, wenn das nicht jeder merkt).


#254

:roll_eyes: Glaube da kann man gleich noch einen CCC Thread erstellen…

Edit:

Im Grunde genommen ein sehr archaisches und menschenverachtendes Menschenbild, da man Menschen, die der sogenannte “Mehrheit” angehören, ihre eigene Individualität abspricht, weil sie einfach der “Feind” sind.


#255

Auch denen der Minderheiten. Das machen die aber zum Teil selbst. Oder, um mal aus https://youtu.be/PfH8IG7Awk0?t=6300 zu zitieren:

The logical conclusion of intersectionality is individuality. […] The individual is the ultimate minority.

(Jaja, wahrscheinlich werde ich jetzt für diesen channel gebasht. Aber solange ich nicht auf den ansonsten sehenswerten Teil von https://youtu.be/yCcp36n2cDg?t=639 verlinke, ist’s ja halb so schlimm :no_mouth: (das ist sehr anstrengend))

Interessanterweise führt genau das zu einer der Einstiegsgrafiken aus dem Google-Memo zurück:

(Von https://firedfortruth.com/ ).

Und interessanterweise sind die meisten “Gegenargumente”, die man zum Google-Memo findet, nach dem Muster aufgebaut, dass zwar

  1. gesagt wird, dass die Quellen und Annahmen, die dort zitiert werden, richtig sind
  2. die Schlussfolgerungen, die gezogen werden, falsch sind

ohne aber zu sagen, welche Schlussfolgerungen man denn sonst ziehen könnte, oder wie man die beobachteten Gegebenheiten denn sonst begründen könnte - außer eben durch alles, was mit ~“Unterdrückung” zu tun hat…


#256

Es gibt wichtigere/erfreulichere Dinge im Leben als an einer Diskussion teilzunehmen die sich seit Monaten im Kreis dreht :wink:

Wenn ich mir den Thread so ansehe, scheint es als ob du nicht die Mehrheit vertreten wuerdest @Marco13, ich stelle mir vor das das anstrengend ist, ist aber dein gutes Recht als Minderheit ( :wink: ).


#257

Nun, die hinter diesen ganzen Ereignissen stehenden Bewegungen treiben ja immer neue (und immer absurdere, und immer fragwürdigere) Blüten. Das Thema wird noch eine ganze Weile relevant bleiben. (Zumindest solange zu wenige Leute eben gerade den letzten Punkt anerkennen, nämlich dass “Minderheiten” beliebig definiert sind und das Feiern der “victimization” zu nichts führt…)

Und meine Pflicht :sunglasses:
(Ja, stimmt, eigentlich bin ich hier ja das Opfer!!!111 :clown_face: )


#258

Da die Diskussion hier zuletzt etwas … *räusper* schwierig war, und mir einige Dinge unterstellt oder vorgeworfen wurde, die ich nicht stehen lassen kann, nochmal ein Link auf ein schon vorher verlinktes Video:

Falls jemand einen der Punkte, die da angesprochen wurden, und die sich im wesentlichen mit dem decken, was ich in den letzten ~20 Beiträgen gesagt habe, hinterfragen will, und sagen kann, welche Fehler dort in welcher Stude gemacht wurden, kann das gerne tun, und dann können wir den jeweiligen Punkt besprechen

(Aber dann auch nur den Punkt - wenn dann jemand auf irgendwelche Blogs verlinkt wo jemand seine Meinung sagt, oder auf “Publikationen” wie http://www.collegeart.org/pdf/diversity/white-privilege-and-male-privilege.pdf die mit Wissenschaft nichts zu tun haben, oder zusammenhangslos erwähnt, dass es Schwarze, Schwule und Linkshänder schwer haben (ja) oder Kultur an sich tyrannisch ist (ja ja) oder die Welt an sich ungerecht ist (ja ja ja), dann drehen wir uns wieder schnell im Kreis).


#259

Grade drüber gestolpert:

Das ist echtes Comedy-Gold: Wir wissen alle, dass der Mangel an Frauen in MINT-Fächern an den sexistischen Männern liegt. Aber zuwenig Männer in der Krankenpflege, das liegt natürlich nur an den Stereotypen der Männer, denen der Job nicht “männlich” genug ist.


#260

Die Bemerkung am Ende ist wirklich unterhaltsam:

If we use these stereotypical images, we might attract the wrong type of men into nursing.
[…]
So I think there’s really a question here: Who’s going to change? Is it going to be the nursing profession, to try to attract more men, or should we expect men to change?

(Mit der impliziten Antwort des danach interviewten Krankenbruders: Es sind die Männer!)

Wenn man Frauen vermittelt, dass man als Programmierer viel mit Menschen zusammenarbeitet, könnte man den falschen Frauentyp in die IT ziehen. Die Frage ist: Sollte sich MINT ändern, um mehr Frauen anzuziehen, oder sollten wir erwarten, dass Frauen sich ändern?

(Die (empörten) Antworten Reaktionen sind klar, aber interessant ist es durchaus)


BTW: Mich würde schon noch interessieren, wer sich das “The truth cannot be sexist”-Video angesehen hat, und wie diejenigen über das denken, was ich hier zuletzt darzulegen versucht hatte.


#261

Die Doppelmoral wird deutlich, wenn man sich fragt, was denn eigentlich das Problem ist. Ich finde, sowohl bei MINT wie auch in der Krankenpflege ist das Ausgangsproblem, dass zu wenig Menschen diese Berufe ergreifen. Die feministische Seite macht daraus sofort ein Problem mit der Quote, weil man nur so daraus Kapital für die “gute Sache” schlagen kann. Dabei gibt es rein objektiv viel mehr Möglichkeiten, wie allgemeine Förderung der Studienrichtungen, bessere Bedingungen im Beruf, Erleichterung von Arbeits-Immigration u.s.w. Aber das passt nicht ins feministische Konzept, denn dann sind Frauen nicht die Opfer, und Männer nicht die Schweine.

Deinem verlinkten Video stimme ich 100% zu. Wahrheit kann nicht sexistisch sein, auch nicht diskriminierend oder politisch inkorrekt.


#262

Ah, endlich keine Störgeräusche mehr in unserer Ideologischen Echo-Chamber :wink:

Mal im Ernst: Ich würde eine ernsthafte Diskussion begrüßen, wenn sie geordnet und Themenbezogen wäre (was manchmal “etwas spöttisch”, “provokativ” oder “polarisierend” nicht ausschließt! (Eher im Gegenteil)).

Aber es ist wirklich schwierig. Das Problem des “feministischen Konzepts”, das du angesprochen hast, klingt im ersten Moment platt und leicht angreifbar (und vielleicht auch “provokativ”, wenn man auf Krawall gebürstet ist). Aber ein Problem der Entwicklungen, die in diesem Thread besprochen wurden, besteht ja gerade darin, dass jeder Widerspruch zu irgendetwas, was diese Gruppierungen fordern, als “Frauenfeinlich” gebrandmarkt wird.

In einem oben verlinkten Video hat Christina Hoff Sommers (Autorin von “Who Stole Feminism?”) auch einiges dazu gesagt.

Ich halte nicht viel von “Argument by Authority”, und das soll es auch nicht sein. Das sind (im Gegensatz zum “The truth cannot be sexist”-Video) keine Analysen eines renommierten Harvard-Psychologie-Professors, der jahrzehntelang die wissenschaftliche Literatur gewälzt und die Ergebnisse von dutzenden Studien sachlich und unvoreingenommen in einer Präsentation zusammengefasst hat.

Das im folgenden zitierte ist nur eine subjektive Meinung einer Person (die sich schon mit diesem Thema beschäftigt hat, als wir alle noch nicht auf der Welt waren…). Aber sie bringt eines der Kernprobleme, was die Diskussionskultur betrifft (und die man in diesem Thread schon zu Genüge beobachten konnte) auf den Punkt, wenn sie beschreibt, wie der radikale Third-Wave-Feminismus sich seit Anfang der 90er entwickelt hat:

Ich auch.


#263

Ich ebenso. Es ist logisch, dass viele Männer von dieser Form des Feminismus nichts halten, aber zunehmend distanzieren sich auch Frauen davon - weil sie verstanden haben, dass er ihnen (und ihren Männern und Söhnen) schadet. Nichts bringt moderne Feministinnen mehr auf die Palme, als eine Frau, die sich als Frau frei entfaltet und verwirklicht.

Nein, Frauen sollen gegen das Patriarchat kämpfen, und dementsprechend wie Männer agieren. Und einige Frauen fallen auf die Versprechungen herein, “benutzen” Männer, sind geplant alleinerziehend, machen Karriere - inklusive eingefrorener Eizellen. Und viele entdecken erst dann, dass es sie nicht glücklich macht, wenn der Schaden schon angerichtet ist.

Oft wird so getan, als wäre die Mehrzahl derer, die sich gegen den modernen Feminismus stellen, von der “Frauen zurück an den Herd”-Fraktion, was eine wirklich absurde Unterstellung ist. Frauen sollen sich frei entfalten können, aber eben nicht dadurch, dass Männer diskriminiert und marginalisiert werden. Und dazu muss es eine echte gesellschaftliche Diskussion geben, und zwar mit besseren Argumenten als “ich habe eine Vagina und damit recht”. Und je abstruser moderne Feministinnen agieren, um so mehr Frauen kommen zu der gleichen Schlussfolgerung.


#264

#265

Oh jeh:

84% der Abschlüsse in “health and medical sciences” (und die Mehrheit der Abschlüsse insgesamt!) werden von Frauen gemacht. Shit.

Worüber könnte man sich denn jetzt noch beschweren?

Naaa, wenn man lange genug sucht, findet man was:

(Ausgehend von https://academia.stackexchange.com/questions/123347/using-initials-to-promote-gender-neutrality-when-publishing-as-a-female )

Nochmal Glück gehabt.