Schlaf, Arbeit, Gesundheit

#1

Wenn euch euer Chef zwingt, morgens früh gegen euren Chronotype anzutanzen, ein Erklärungs. und Aufklärungsvideo:

Wochenende!
#2

“Chronotype” ist IMHO kompletter Bloedsinn, man weiss schon laenger zwischen dem Zusammenhang um Schlaf-/Wachrythmen und psychischen Stoerungen.

#3

Was hat das jetzt mit dem Chronotyp an sich zu tun? Natürlich gibt es Menschen, die Frühaufsteher sind, und welche, die später aufstehen (wenn man sie denn lässt).

#4

Es gibt einen Zusammenhang zwischen wann man schlafen geht und wann man aufwacht, da einen Chronotyp als Ausrede zu nehmen finde ich komisch.

Spaet ins Bett zu gehen ist nicht verwerflich, dann steht man halt spaeter auf, wenn man sich einen Job sucht bei dem man um 6 Uhr morgens da sein muss anstatt um 11Uhr, liegt an einem selber.

#5

Aktueller Stand der Forschung ist jedenfalls, dass unser Schlaftyp zu mindestens 50% genetisch bedingt ist, und die zugehörigen Gene sind auch bekannt: https://www.scinexx.de/news/biowissen/bluttest-enthuellt-unseren-chronotyp/

Für mich sieht das nicht nach einer “Ausrede” aus. Dass es genügend Leute gibt, die zu wenig schlafen, oder ihren Schlafrythmus in unverantwortlicher Weise selbst durcheinanderbringen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Trotzdem gibt es Menschen, die genügend und regelmäßig schlafen, die aber darüber klagen, dass das frühe Aufstehen nicht zu ihrem Schlafrythmus passt, und nach wissenschaftlicher Faktenlage sind diese Klagen berechtigt.

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#6

So, wie wir heute über die Leute im Mittelalter lachen,

“Haha, die waren so dumm: Die haben sich nicht gewaschen, und sich dann gewundert, warum sie krank wurden”,

so werden die Menschen in (vielleicht schon naher) Zukunft über uns lachen:

“Haha, die waren so dumm: Die haben zu wenig geschlafen, und sich dann gewundert, wo Depressionen und Burnout herkamen, und warum ihre Kinder immer fetter und blöder geworden sind”.

Die Wichtigkeit von Schlaf wird so dramatisch unterschätzt. Dass die executive summary des oben verlinkten Artikels jetzt darauf hindeutet, dass selbst die dümmsten, planlosesten und begriffsstutzigsten Idioten (also Harvard-Forscher :roll_eyes: !? ) endlich mal auf die Idee kommen, sich genau anzusehen, welches von zwei oft gemeinsam auftretenden Phänomenen nun Ursache und welches Wirkung sein könnte macht Mut. Für mich ist es zu spät, aber für andere macht das Mut.

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#7

Depression, Burnout, fetter und blöder,
vielleicht noch mehr Schlaf an Stelle von was stattdessen, Freizeit anscheinend,

5 First World-Problems, die sich jeder im Mittelalter und viele heute in Afrika & Co. als Sorge gewünscht hätten, wo es ums nackte Überleben ging/ geht…

#8

Ich weiß nicht wie es anderen geht aber ich schlafe immer von selbst um eine ganz bestimmte Uhrzeit ein und wache immer um die exakt selbe Uhrzeit auf (Punkt genau!). Ich frage mich manchmal ob mein Gehirn irgendwie die elektromagnetischen Wellen meines Funkweckers im Zimmer wahr nimmt :smiley:
Selbst als ich 3 Monate jeden Tag morgens um halb 5 Nachts zur Arbeit gefahren bin, direkt am Tag nach dieser Phase wieder exakt zur obigen Uhrzeit ohne Wecker. Die Wochenenden waren für mich die Hölle den halb 5 Cycle zu halten zu halten.

#9

Genau. Jeder, der nicht den ganzen Tag mir bloßen Händen gegen wilde Tiere kämpft, Insektenlarven essen muss und auf blankem Stein schläft, hat gar nicht das Recht sich über irgendwas zu beschweren. Mal im Ernst: Wenn wir in unserer ach-so-zivilisierten “First World” irgendwelche Probleme haben die viele Leute betreffen und die technisch einfach abzumildern wären, dann psychische Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und ich habe eine (meinetwegen “unfundierte”, aber durch immer mehr so genannte “Studien” zumindest gestützte) (an eine Überzeugung grenzende) Vermutung, wodurch die zu einem nicht unerheblichen Teil verursacht werden. Wie wichtig (auf allen Ebenen) Schlaf ist, nehmen vielleicht nur die zur Kenntnis, die ein Problem damit haben, vor 3:00 einzuschlafen und/oder vor 12:00 aufzuwachen. Aber wer hört schon auf die :roll_eyes:

#10

beschweren kann man sich, es vielleicht mit Y2K und anderen Luxusproblemen vergleichen,
mit Mittelalter in einem Posting aber ein Sternchen dran :wink:

eine Diskussion ist es eh nicht, nur lustige Anmerkung


Wie wichtig (auf allen Ebenen) Schlaf ist, nehmen vielleicht nur die zur Kenntnis, die ein Problem damit haben, vor 3:00 einzuschlafen

wer solche Probleme hat muss es so oder so ernst nehmen, da braucht es keine Studie,
andersrum 99% der Bevölkerung anscheinend eben nicht betroffen, schlafen bestens im wohligen Luxus
(vergleichsweise, ich finde immer den Gedanken erstaunlich wie jeder Hartz 4-Empfänger heute, selbst bei Schere Arm-Reich, besser lebt als Könige im Mittelalter, an Wohnung, Essen, Unterhaltung, Bildung, Gesundheit, eben Hygiene, Sicherheit, evtl. auch Reisen usw.)

da erscheint Vergleich mit einem grassierenden Grundproblem, welches damals die Lebenserwartung zusammenschmolz, wiederum nicht ganz passend,
aber auch das wieder nur so nebenbei angemerkt, ohne überhaupt groß zu realisieren worum es in der Studie geht, nicht empört abheben :wink:

#11

Irgendwie hab’ ich gelegentlich den Eindruck, dass Leute mich falsch verstehen “wollen”. Eigentlich ist es meistens so, dass ich meine Worte sehr bewußt wähle, genau das meine, was ich sage, und genau das sage, was ich meine (letzteres etwas zu oft, vielleicht…). Darüber hinaus kann man natürlich beliebig lange über Semantik streiten.

Der Vergleich hat ja nichts mit der “Größe” oder “Schwere” der Probleme zu tun. Wenn man auf die Aussage “Ein Elefant hat genauso viele Beine wie eine Maus” entgegnet mit: “Ja, aber ein Elefant ist vieeel größer” kann ich nicht mehr sagen als: “Wahr, aber irrelevant”. Es geht darum, dass “wir” (die heutige, moderne, zivilisierte, selbst-versklavende Gesellschaft) uns falsch verhalten, pathetisch gesagt: “Nicht richtig auf uns selbst achten”, und das massivste, weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit hat - im speziellen: Wir schlafen zu wenig.

(Auch die “99%”, die du angesprochen hast, die sich morgens einen RedBull reinziehen, um den Weg bis zur Kaffeemaschine zu schaffen, und sich abends mit Bier und Baldrian “runterfahren”, die aber nach außen hin zu “funktionieren” scheinen, und sich dank des “Der Frühe Vogel hat Gold im Mund”-Brainwashings schlicht nicht trauen, zuzugeben, dass sie sich einen anderen Schedule wünschen würden)

Dass dieser Schlafmangel nicht ein Symptom, sondern eine Ursache vieler (wischi-waschi: ) “psychischer Probleme” ist, ist mir schon seit etwa 30 Jahren klar ( :sunglasses: ???) Andere brauchen da halt etwas länger.

#12

also den 99% einen Red Bull anzudienen, von denen 50% Rentner sind usw.,
auch Kinder müssen pünktlich zur Schule aufstehen…, aber Details,

gewiss gibt es eine Arbeitswelt mit Regeln, Forderungen und Opfern, Überstunden, Karriere vs. Familie,
eine Frage des Zugebens sehe ich da nicht, jeder weiß darum und spielt halt mit, für die durchaus auch handfesten Vorteile

der normale Arbeitszeitplan ließe gewiss genug Zeit für ‘Regeneration’ Rest des Tages,
jeder könnte bestes Leben an Sport, Meditation, Schlaf und noch wohltätige Ehrenamte führen,

macht nur keiner, denn Freizeit, Selbstverwirklichung, Familie usw. soll es auch noch geben,
wenn abends lange auf bei manchen Schichten, liegt das vielleicht mehr an Party oder Netflix als an Arbeit?

sicherlich würde es helfen wenn angenehmes Leben mit nur 4 Stunden Arbeit möglich wäre, in perfekter Welt ohne Arm+Reich-Schere usw. auch vorstellbar, aber muss man ja nicht alles zusammenwerfen

falls gar wieder Bogen auf Mittelalter zu ziehen und was dort an Arbeits- und Zeitanforderungen mit ECHTEN Gesundheitsfolgen… :wink:
in heutigen Zeiten mit Rekord-Lebenserwartung von ‘massivste, weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit’ zu sprechen, nun ja, nicht jede Auswirkung gleich frühes Ableben,

soviel nochmal als ‘Devil’s advocate’-Punkte reingeworfen von deinen Postings ;),
ich bin eigentlich weiterhin gar nicht groß interessiert/ Artikel nicht gelesen

#13

Nun, die meisten Menschen leben in einer anderen Welt, als ich, darum kann ich da nur bedingt was sinnvolles dazu sagen.

Ich habe keine Familie, war seit 20 Jahren nicht auf Parties, habe kein Netflix, mache keinen Sport, meditiere nicht (aber weiß, dass das angeblich helfen soll, besser zu schlafen), habe keine Ehrenämter, aber seit ich gemerkt habe, dass ich mich (trotzdem?) nicht “selbst verwirklicht” habe (was auch immer das sein soll), und beruflich auch nichts mehr geht, bin ich eher bei "YOLO :fu: " angelangt…)

Wie auch immer: Dass psychische Erkrankungen zunehmen, steht ja außer Frage. (Wie viel davon darauf zurückzuführen ist, dass DSM5 und ICD10 das, was “normal” ist, immer enger fassen, ist eine andere (auch interessante) Frage).

Die polemische Darstellung mit dem RedBull ist natürlich überzogen, weicht vielleicht weniger von der Wahrheit ab, als viele sich klarmachen: Jeder Deutsche trinkt ca. 160 Liter Kaffee pro Jahr - im Durchschnitt! (Auch Rentner…). Ein guter halber Liter schwarze, psychoaktive Stimulans - und da sind Cola und RedBull noch nicht mit eingerechnet. Warum machen die das? Ja, klar, alle trinken Kaffee wegen dem tollen “Jacobs Verwöhn-Aroma” :roll_eyes: Die Leute würden sich notfalls auch heißes Wasser mit Koffeintabletten reinziehen. Aber nur, solange Amphetamine und Kokain verboten bleiben. Ach Moment, Amphetamine sind erlaubt. Sorry. (Natürlich nur, solange man sie “Ritalin” nennt und ein Arzt sie Kindern verschreibt, aber … ich schweife ab…)).

Vier Stunden sind schon recht wenig. Sechs Stunden sollten es schon sein:

(Oder meintest du täglich? Pfffttt…)

Den Artikel hab’ ich auch (noch) nicht gelesen. Werd’ jetzt erstmal versuchen, zu schlafen. Muss morgen früh (um 10:00) aufstehen.

#14

Also, ich könnte mir vorstellen, dass ich meinen biologischen Schlafrhythmus vor einiger Zeit irreversibel von einer Wachzeit von Spätabends auf Frühmorgens verschoben habe - und das alles, nachdem die “psychosomatische” Entwicklung schon abgeschlossen war. Dadurch könnte es sein, dass das weder rückgängig gemacht werden kann, noch dass “Spätfolgen” der Verschiebung von der Nachts-Wachzeit zur Tags-Wachzeit gänzlich ausgeschlossen werden können.
Besonders darunter leiden tue ich aber eigentlich nicht, außer “gelegentliche” Müdigkeit, Energy zum wachbleiben und (vielleicht) nicht lange genug schlafen können.

Aber es ist natürlich zu begrüssen, wenn sich Forscher in Zeiten Industrie 4.0 doch schon dieses Themas annehmen. :smiley:

#15

An dieser Stelle kann ich wirklich das Buch Why we Sleep empfehlen. Dort erfährt man nicht nur, wie man den Schlaf verbessern kann (dafür reichen auch schon die Empfehlungen vom NIH), sondern bekommt auch die vielen, vielen wissenschaftlichen Studien gut zusammengefasst, um das “wie” und “warum” zu verstehen.

#16

Aber man kann daran eigentlich nichts ändern. Irgendwie habe ich noch unterbewusst dieses Bild im Kopf von Jägern & Sammlern… Diese hatten auch versucht (vor der neolithischen Revolution, während der kleinen Eiszeit), Tiere in der Dämmerung oder nachts nachzusetzen… tagsüber wurden dann die (kleinen) Gemeinschaften/Gruppen bekocht und ernährt.
Anderes wäre es vielleicht, wenn ich jetzt Lkw-Fahrer, Cargo-Pilot, Lokführer oder Polizist wäre…

@darekkay Danke für diese Links. :slight_smile:

#17

Die Empfehlungen, die immer wieder gegeben werden, sind die gleichen (von oben verlinkter Seite) :

  • Follow a regular sleep schedule
    • Kein Problem. Außer, wenn man “mal” morgens um 9:00 einen Termin hat. Aber das ist ja kein Problem, solange alle immer um 22:30 schlafen gehen und um 6:00 aufstehen, so wie normale, fleißige Menschen das eben tun :roll_eyes:
  • Avoid napping in the late afternoon or evening, if you can.
    • Hab’ ich nie gemacht. Trotzdem hab’ ich nie richtig geschlafen. Scheint nicht so wichtig zu sein
  • Develop a bedtime routine
    • Does whanking count? Mal im Ernst, da wird oft sowas wie “ein heißes Bad” empfohlen. Das wäre natürlich toll, aber ist ja mal hart unrealistisch.
  • Try not to watch television or use your computer, cell phone, or tablet in the bedroom.
    • Fernseher hab’ ich schon eine Weile keinen mehr, aber … “bedroom”…?
  • Keep your bedroom at a comfortable temperature, not too hot or too cold, and as quiet as possible.
    • Das ist toll. In einer 1-Zimmer-70er-Jahre-Dachgeschosswohnung, wo es bei Sonne bei 25°C Außentemperatur auch gerne mal 30°C ist. Gegen Lärm kann man zum Glück was unternehmen. Den kläffenden Köter des Nachbarn zu erwürgen wäre Sachbeschädigung. Gurrende Tauben auszurotten ist (neben Welbeherrschung) eines meiner Lebensziele. Was bleibt, sind Ohropax.
  • Use low lighting in the evenings and as you prepare for bed.
    • Ich use den ganzen Tag “low lighting”.
  • Exercise at regular times each day but not within 3 hours of your bedtime.
    • Nochmal: Does whanking count? Wenn jemand es schaft, von der Arbeit nach Hause zu joggen: Respekt.
  • Avoid eating large meals close to bedtime—they can keep you awake.
    • Ich esse, wenn ich Hunger habe
  • Stay away from caffeine late in the day.
    • Ich habe es lange vermieden, nach 18:00 Koffein zu mir zu nehmen, aber es macht keinen echten Unterschied: Man kann ab 18:00 “müde” sein und um 2:00 einschlafen, oder sich um 18:00 noch einen Kaffee machen, stupid shit faster machen, und um 3:00 einschlafen.
  • Remember—alcohol won’t help you sleep.
    • Es kommt auf die Dosis an :smiley:

Insgesamt erscheint mir das ziemlich idealistisch. Da passt der bezug zu den “first world problems” dann vielleicht doch. Wer sich seinen Tag einteilen kann, wie er will, Sport machen kann, wann er will, jeden Abend ein heißes Bad nehmen kann, ein eigenes Zimmer zum Schlafen hat (und keine Nachbarn), und sein Leben ohne Koffein und Alkohol geregelt kriegt, der wird praktisch automatisch nicht “ein Problem damit haben, zu wenig zu schlafen”. Die Hinweise wirken darum fast schon zynisch, auf “let them eat cake”-Niveau. Aber das mag meine verzerrte Wahrnehmung sein. Was weiß ich.

#18

da kommt wieder freundlich reingegrätscht :wink: :
wie kannst du dem Vernehmen nach evtl. arbeitslos sein, aber dann keine Zeit für irgendwas?
wenn den ganzen Tag zu tun, warum dann nicht mehr Geld für mehr als beklagte Wohnung usw.?
sicher ist der Worst Case möglich, ganzen Tag prekäre Jobs für wenig Geld, aber im IT-Bereich?
immer nur ‘Fortbildung’ geht ja auch nicht…

und so wie du die Frage hier für so eminent wichtig hältst, “wird so dramatisch unterschätzt”, wieso dann nicht Investition (primär an Zeit und Wille) in Sport, heißes Bad, ordentliches Essen, was auch immer?
Punkte, die sich auch ganz ohne die Schlaffrage und neueste Studien für Gesundheit lohnen, wohlbekannt

wieso Kaffee zuvor verdammt, nun selber?

das klingt alles nicht allzu sehr zusammenpassend,
oder nur Erkenntnis über die Probleme vorhanden, ohne Möglichkeit, sie direkt anzugehen?

#19

Hab vor ein paar Monaten mal ne “Kur” gemacht, 3 Wochen kein Handy, Internet, Computer, Fernsehen, Zeitung, Musik, Koffein, raffinierter Zucker, Sport (war am einfachsten fuer mich nicht zu machen :wink: )… bin nach ein paar Tagen schlafen gegangen kurz nachdem die Sonne unterging, aufgewacht kurz nach Sonnenaufgang, hab mich auch sonst besser/balanzierter Gefuehlt.

Muss zugeben, dass ist wirklich schwer das weiter zu machen ohne die passende Umgebung, dachte davor auch dass ich ein Nachtmensch bin, was alles nur Gewohnheit und zuviel Stimuli zur falschen Zeit und der falschen Art.

Meditieren, was ich seit ein paar Monaten regelmaessig mache, hilft mir “nur” mir darueber bewusst zu sein was wie es mir geht (etwas worin ich immer sehr schlecht war), ich nehme mir mehr Auszeiten um mich besser zu fuehlen, bin ueber vierzig und hatte viel zu lange den Lebenswandel eines 20 jaehrigen…

Was mir beim schlafen und entspannen hilft waren Atemuebungen, Zwerchfellatmung und laenger ausatmen als einatmen, dazwischen den Atem kurz halten.

#20

Auch wenn ich einiges hier (und besonders die Reaktionen auf die Schlaf-Tipps im letzten Beitrag) (zwangsläufig) aus meiner Sicht schreibe, ist das ja nur der Versuch, zu verdeutlichen, dass diese gut gemeinten Ratschläge offenbar von Leuten kommen, die … nun, ich will sie nicht “weltfremd” nennen, aber … idealistisch sind, und sich viele Fragen gar nicht stellen zu müssen scheinen.

(Oder ganz direkt: Mein persönlicher shyce (also die Antworten auf deine Fragen - im wesentlichen irgendwas mit “lohnt sich nicht mehr, YOLO-bla-bla”) spielt für die allgemeinen Fragen ja keine Rolle. Wenn etwas, was ich sage, allgemein “falsch” ist, kann man da aber gerne widersprechen)

Es geht darum, dass zwar einerseits der Zusammenhang zwischen “zu wenig Schlaf” und den größten und verbreitetsten (!) “First-World-Problems”, die wir haben, erkannt ist, aber statt Leuten die Möglichkeit zu geben, zu arbeiten, wann sie “wollen” (und das bedeutet meistens - darüber sollte man sich klar sein - dass sie bereit sind, das “Filetstück ihres Tages”, mit dem Maximum an Leistungsfhähigkeit, für andere zu opfern (gegen Geld halt…)), wird gesagt: “Oh, das ist aber ein schlimmes Problem - löse es doch, indem du deinen Tagesablauf frei selbst gestaltest (wa…?) und jeden abend badest (…s zum?) … und vielleicht heiße Milch mit Honig trinkst (willst du mich ver…?)”.

Nun, vielleicht helfen die Tipps ja irgendjemandem. Und dann ist ja alles gut.